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Gustav Klimt: Leben, Werke, Stil und Bedeutung des Jugendstil-Meisters – umfangreicher Ratgeber mit Kunstkopien, Inspiration & Geschenkideen

Gustav Klimt zählt zu den berühmtesten Künstlern der Wiener Moderne. Seine von Gold geprägten Gemälde, aufwendig ornamentierten Flächen und sinnlichen Frauenporträts sind bis heute weltweit wiedererkennbar. Arbeiten wie „Der Kuss“, „Adele Bloch-Bauer I“ und der Beethovenfries wurden zu bedeutenden Werken des Jugendstils und machten Klimt zu einer der bekanntesten Künstlerpersönlichkeiten der Zeit um 1900.

Klimts Werk lässt sich jedoch keineswegs auf seine berühmten goldenen Bilder reduzieren. Als Mitbegründer der Wiener Secession stellte er sich gegen die etablierten Kunstvorstellungen seiner Epoche und entwickelte eine eigenständige Bildsprache, in der Jugendstil, Symbolismus, dekorative Gestaltung und realistisch ausgearbeitete Figuren miteinander verschmelzen.

Dieser Ratgeber führt durch Gustav Klimts Biografie, seine bekanntesten Werke, die Besonderheiten seines Malstils, seine Goldene Phase, die Symbolik seiner Bilder und seinen nachhaltigen Einfluss auf die Kunstgeschichte.

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Wer war Gustav Klimt?

Gustav Klimt war ein österreichischer Maler und zählt zu den bedeutenden Vertretern der Wiener Moderne. Geboren wurde er am 14. Juli 1862 in Baumgarten bei Wien; er starb am 6. Februar 1918 in Wien.

Besondere Bekanntheit erlangte Klimt mit Porträts, allegorischen Kompositionen und Landschaftsgemälden. Typisch für seine Kunst sind dekorativ ausgearbeitete Bildflächen, goldene Elemente sowie die Kombination naturalistisch gemalter Körper mit abstrakt wirkenden Ornamenten.

Heute wird sein Name vor allem mit dem Wiener Jugendstil verbunden. Seine Inspirationsquellen waren jedoch deutlich vielfältiger und reichten vom Symbolismus über byzantinische und japanische Kunst bis hin zu historischen Mosaiken.

Gustav Klimt im Überblick

Geboren: 14. Juli 1862
Geburtsort: Baumgarten bei Wien
Gestorben: 6. Februar 1918
Sterbeort: Wien
Kunstrichtung: Wiener Jugendstil, Symbolismus, Wiener Moderne
Bekannte Werke: „Der Kuss“, „Adele Bloch-Bauer I“, „Judith I“, „Tod und Leben“, Beethovenfries
Bekannt für: Goldene Bildflächen, Ornamente, Frauenporträts, Symbolik und Erotik

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Das Leben von Gustav Klimt

Gustav Klimt wuchs unter eher einfachen wirtschaftlichen Bedingungen auf. Sein Vater Ernst Klimt arbeitete als Goldgraveur, während seine Mutter Anna ursprünglich davon träumte, Sängerin zu werden.

Schon in jungen Jahren zeigte Klimt ein ausgeprägtes Talent für das Zeichnen. 1876 erhielt er ein Stipendium für die Wiener Kunstgewerbeschule, an der er zunächst eine handwerklich orientierte und vergleichsweise traditionelle künstlerische Ausbildung erhielt.

Später schloss er sich mit seinem Bruder Ernst Klimt und seinem Studienkollegen Franz Matsch zu einer Künstlergemeinschaft zusammen, die unter der Bezeichnung Künstler-Compagnie bekannt wurde.

Die ersten bedeutenden Aufträge

Die Künstler-Compagnie konnte schon früh prestigeträchtige Aufträge gewinnen. Dazu zählten vor allem dekorative Gestaltungen für Theater, öffentliche Gebäude und repräsentative Innenräume.

Klimt wirkte unter anderem an Wand- und Deckengemälden im Wiener Burgtheater sowie an Ausstattungsarbeiten für das Kunsthistorische Museum mit.

Diese frühen Arbeiten unterscheiden sich deutlich von seinem später so charakteristischen Stil. Sie stehen noch stark unter dem Einfluss akademischer Malerei und historistischer Vorbilder.

Ein einschneidendes Jahr

1892 wurde zu einem schweren persönlichen Wendepunkt im Leben Gustav Klimts. In kurzer Folge verlor er sowohl seinen Vater als auch seinen Bruder Ernst.

In den darauffolgenden Jahren begann sich auch seine Kunst deutlich zu verändern. Klimt entfernte sich zunehmend von traditionellen Vorstellungen und entwickelte eine persönlichere, stärker symbolisch geprägte Bildsprache.

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Gustav Klimt und die Wiener Secession

Zu den entscheidenden Stationen seiner Karriere gehört die Gründung der Wiener Secession im Jahr 1897.

Gemeinsam mit weiteren Künstlern stellte sich Klimt gegen die konservativen Strukturen des damaligen Wiener Kunstbetriebs.

Die neue Vereinigung wollte internationale Strömungen nach Wien holen und Künstlern größere gestalterische Unabhängigkeit ermöglichen.

Als programmatischer Leitspruch wurde berühmt:

„Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit.“

Klimt übernahm das Amt des ersten Präsidenten der Wiener Secession und wurde schnell zu einer ihrer prominentesten Persönlichkeiten.

Was versteht man unter der Wiener Secession?

Die Wiener Secession war eine Künstlervereinigung, die sich bewusst von den etablierten Institutionen und deren traditionellen Vorstellungen absetzte.

Im Mittelpunkt standen unter anderem:

  • Jugendstil
  • Symbolismus
  • moderne Architektur
  • dekorative Kunst
  • internationale Kunstströmungen
  • Grafik und Design

Kunst sollte dabei nicht länger ausschließlich als Malerei oder Bildhauerei verstanden werden. Architektur, Möbelgestaltung, Grafik und angewandte Kunst sollten gleichberechtigt Teil eines umfassenden gestalterischen Gesamtkonzepts sein.

Gustav Klimt – Gartenweg mit Hühnern Briefkasten mit eigenem Text

Welchen Kunstrichtungen wird Gustav Klimt zugeordnet?

Meist wird Gustav Klimt dem Wiener Jugendstil sowie dem Symbolismus zugerechnet.

Sein umfangreiches Werk lässt sich allerdings nicht vollständig einer einzigen Stilrichtung unterordnen.

Für den Jugendstil typisch sind dekorativ organisierte Flächen, Pflanzenmotive, geschwungene Linien sowie die enge Verbindung von freier Kunst und Gestaltung.

Der Symbolismus richtet den Blick stärker auf Themen wie:

  • Liebe
  • Sexualität
  • Tod
  • Leben
  • Verführung
  • Geburt
  • Vergänglichkeit
  • Traum und Mythologie

In zahlreichen Arbeiten Klimts greifen Merkmale beider Strömungen ineinander.

Gustav Klimt – Judith I Teppich

Woran erkennt man Gustav Klimts Malstil?

Die Bildsprache Gustav Klimts besitzt einen hohen Wiedererkennungswert. Besonders charakteristisch ist der Kontrast zwischen naturalistisch ausgearbeiteten Gesichtern und Körperpartien und großflächigen, reich ornamentierten Bereichen, die teilweise fast abstrakt wirken.

Gold als Gestaltungsmittel

Gold zählt zu den bekanntesten Kennzeichen seiner Kunst.

Insbesondere während der sogenannten Goldenen Phase integrierte Klimt Blattgold beziehungsweise goldartig wirkende Materialien in seine Werke.

So entstanden Oberflächen, die an kostbare Mosaike, sakrale Ikonen oder mittelalterliche Kunst erinnern können.

Ornamentale Muster

Klimt griff auf eine große Vielfalt unterschiedlicher Formen zurück:

  • Kreise
  • Spiralen
  • Rechtecke
  • Dreiecke
  • Blumen
  • augenähnliche Formen
  • Linien
  • geometrische Ornamente

Diese Muster dienen nicht ausschließlich der Dekoration. Je nach Werk können sie zugleich symbolisch interpretiert werden.

Zwischen Realismus und Abstraktion

Ein besonders markantes Merkmal ist Klimts Verbindung realistisch gemalter Figuren mit nahezu abstrakt gestalteten Flächen.

Gesichter, Hände oder Füße erscheinen teilweise sehr wirklichkeitsnah, während Gewänder und Hintergründe beinahe vollständig in Muster und Ornamente übergehen.

Aus diesem Gegensatz entsteht die für Klimt typische Spannung zwischen körperlicher Präsenz und dekorativer Fläche.

Gustav Klimt – Entwurf für den Stocletfries Teppich

Die Goldene Phase von Gustav Klimt

Als Goldene Phase wird heute Klimts wohl bekannteste Schaffensperiode bezeichnet.

Ihren Höhepunkt erreichte sie während des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts.

In dieser Zeit entstanden mehrere Werke, die heute zu seinen berühmtesten Bildern zählen.

Dazu gehören beispielsweise:

Woher kam Klimts Begeisterung für Gold?

Für Klimts intensive Beschäftigung mit Gold dürften verschiedene Einflüsse eine Rolle gespielt haben.

Bereits durch den Beruf seines Vaters als Goldgraveur war er mit kunstvoller Metallbearbeitung vertraut.

Hinzu kam seine Beschäftigung mit historischen Kunstwerken und Mosaiken.

In diesem Zusammenhang wird häufig seine Reise nach Ravenna genannt. Dort begegnete Klimt den berühmten byzantinischen Mosaiken mit ihren intensiv leuchtenden Goldflächen, die ihn nachhaltig beeindruckten.

In seinen eigenen Gemälden nutzte er Gold allerdings nicht ausschließlich als Schmuckelement.

Die glänzenden Flächen entziehen Figuren teilweise der alltäglichen Wirklichkeit und lassen sie zeitlos oder beinahe ikonenhaft erscheinen.

Die bekanntesten Werke von Gustav Klimt

Gustav Klimt hinterließ eine große Zahl an Gemälden, Zeichnungen und dekorativen Arbeiten. Einige davon gehören heute zu den bekanntesten Werken der internationalen Kunstgeschichte.

Gustav Klimt – Der Kuß Runde Fototapete

Der Kuss

„Der Kuss“ gilt als das wohl berühmteste Gemälde Gustav Klimts.

Es entstand 1907 und 1908 und zeigt ein eng umschlungenes Paar vor einer üppig ornamentierten Bildfläche.

Der Mann neigt sich zu der Frau und küsst sie, während die beiden Figuren fast vollständig von goldenen Gewändern umschlossen werden.

Welche Bedeutung hat „Der Kuss“?

Häufig wird das Gemälde als Sinnbild romantischer Liebe gedeutet.

Die Umgebung ist nahezu vollständig aufgelöst. Dadurch wirkt es, als befinde sich das Paar in einem zeit- und ortlosen Raum.

Teilweise gehen die Körper regelrecht in die ornamentale Gestaltung über.

Besonders interessant ist außerdem der Gegensatz zwischen den beiden Gewändern.

Beim Mann überwiegen rechteckige und geometrische Muster, während die Kleidung der Frau von runden, weicheren und floralen Formen bestimmt wird.

Wo befindet sich „Der Kuss“?

Das Original von „Der Kuss“ gehört heute zur Sammlung des Belvedere in Wien.

Dort zählt es zu den bekanntesten Werken der österreichischen Kunstsammlung.

Gustav Klimt – Adele Bloch-Bauer I Bild mit Rahmen in Manufakturqualität • Eiche naturbelassen • inkl. Rahmung von Hand • Made in Germany

Adele Bloch-Bauer I

Das 1907 entstandene Porträt „Adele Bloch-Bauer I“ gehört zu den wichtigsten Arbeiten aus Klimts Goldener Phase.

Bekannt ist das Werk auch unter der Bezeichnung „Goldene Adele“.

Dargestellt ist Adele Bloch-Bauer, die dem wohlhabenden Wiener Großbürgertum angehörte und als Kunstförderin auftrat.

Ihr Körper scheint nahezu vollständig mit einer vielschichtigen goldenen Ornamentfläche zu verschmelzen.

Vor allem Gesicht, Hals und Hände bleiben als deutlich erkennbare körperliche Partien sichtbar.

Die wechselvolle Geschichte des Bildes

Die Bedeutung des Gemäldes beschränkt sich nicht auf seine kunsthistorische Stellung.

Auch seine Eigentumsgeschichte wurde zu einem wichtigen Fall in der Aufarbeitung von Kunst, die während des Nationalsozialismus ihren Eigentümern entzogen wurde.

Nach einem jahrelangen Rechtsstreit wurde das Gemälde 2006 an die Erben der Familie Bloch-Bauer restituiert.

Anschließend wurde es für die Neue Galerie in New York erworben.

Gustav Klimt – Judith I Leinwandbild • hergestellt in Deutschland • langlebiges Canvas mit Holzkeilrahmen • klassische Struktur

Judith I

„Judith I“ schuf Gustav Klimt im Jahr 1901.

Das Motiv geht auf die biblische Judith zurück, die den Feldherrn Holofernes tötet.

Klimts Darstellung weicht jedoch deutlich von vielen traditionellen Interpretationen des Stoffes ab.

Judith erscheint weniger als klassische Heldin denn als selbstbewusste und zugleich sinnlich inszenierte Frau.

Der abgeschlagene Kopf des Holofernes ist am unteren Bildrand nur teilweise zu erkennen.

Damit verbindet das Gemälde Themen wie Macht, Gewalt, Verführung und Erotik.

Der Beethovenfries

Den Beethovenfries gestaltete Klimt 1902 anlässlich der 14. Ausstellung der Wiener Secession.

Das monumentale Werk erstreckt sich über eine Länge von mehr als 30 Metern.

Ausgangspunkt war Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie. Klimt setzte sich darin symbolisch mit dem menschlichen Streben nach Glück auseinander.

Zu sehen sind zahlreiche allegorische Figuren und fantastische Wesen.

Heute kann der Fries im Gebäude der Wiener Secession besichtigt werden.

Tod und Leben

„Tod und Leben“ zählt zu Klimts bedeutenden symbolistischen Gemälden.

Auf einer Seite der Komposition steht eine Gruppe von Menschen unterschiedlichen Alters, während ihr auf der gegenüberliegenden Seite die Figur des Todes gegenübersteht.

Klimt thematisiert damit einen grundlegenden Gegensatz des menschlichen Daseins.

Geburt, Jugend, Liebe, Alter und Tod werden in einem einzigen Bild miteinander verknüpft.

Danaë

Auch die antike Mythologie lieferte Klimt zahlreiche Motive.

Im Gemälde „Danaë“ beschäftigte er sich mit der gleichnamigen Figur aus der griechischen Mythologie.

Der Überlieferung zufolge nähert sich Zeus Danaë in Gestalt eines goldenen Regens.

Klimts Interpretation legt einen starken Schwerpunkt auf Körperlichkeit und Sinnlichkeit.

Gustav Klimt – Der Lebensbaum Teppich

Der Lebensbaum

Der Lebensbaum gehört zu den am stärksten wiedererkennbaren Motiven Gustav Klimts.

Er bildet einen Teil des Stoclet-Frieses, den Klimt für das Palais Stoclet in Brüssel entwickelte.

Besonders charakteristisch sind seine geschwungenen Äste, die sich in spiralförmigen Ornamenten über die Bildfläche ausbreiten.

Häufig wird das Motiv als Sinnbild für Leben, Wachstum und Verbundenheit interpretiert.

Frauen als zentrales Motiv in Klimts Werk

Weibliche Figuren nehmen innerhalb von Klimts Kunst einen besonders großen Stellenwert ein.

Neben zahlreichen Porträtaufträgen schuf er auch viele allegorische, mythologische und erotisch geprägte Frauenbilder.

Darüber hinaus entstanden unzählige Aktzeichnungen.

Die dargestellten Frauen erscheinen dabei in sehr unterschiedlichen Rollen.

Sie können auftreten als:

  • selbstbewusste Persönlichkeiten
  • Vertreterinnen der Wiener Gesellschaft
  • erotische Figuren
  • mythologische Gestalten
  • Allegorien
  • Symbole für Leben und Fruchtbarkeit

Heute werden diese Darstellungen zugleich aus kritischer kunsthistorischer Perspektive betrachtet.

Dabei geht es beispielsweise um die Frage, welchen Einfluss der männliche Blick und die gesellschaftliche Position von Frauen um 1900 auf Klimts Bildwelt hatten.

Die Porträtkunst Gustav Klimts

Klimt war ein gefragter Porträtist innerhalb der wohlhabenden Wiener Gesellschaft.

Insbesondere Frauen aus dem Großbürgertum ließen sich von ihm malen.

Klimt kombinierte dabei die individuellen Gesichtszüge seiner Modelle mit einer ausgesprochen dekorativen Gestaltung.

Gewänder, Schmuckstücke und Hintergründe gehen häufig zu komplexen ornamentalen Flächen ineinander über.

Dadurch wirken die dargestellten Personen zugleich wirklichkeitsnah und beinahe entrückt.

Gustav Klimt – Dame mit Muff Runde Fototapete

Zu seinen bekannten Porträts gehören unter anderem:

  • Adele Bloch-Bauer I
  • Adele Bloch-Bauer II
  • Fritza Riedler
  • Emilie Flöge
  • Hermine Gallia
  • Friederike Maria Beer

Gustav Klimt und Emilie Flöge

Zu den wichtigsten Menschen in Klimts persönlichem Umfeld gehörte die Modedesignerin Emilie Flöge.

Welche genaue Form ihre Beziehung hatte, wird bis heute in der Kunstgeschichte diskutiert.

Gesichert ist jedoch, dass beide über viele Jahre hinweg eng miteinander verbunden waren.

Gemeinsam mit ihren Schwestern betrieb Emilie Flöge einen Modesalon in Wien und war fest in die moderne Kultur- und Kunstszene der Stadt eingebunden.

Sie verbrachte regelmäßig Zeit mit Klimt und begleitete sein Leben unter anderem während seiner Sommeraufenthalte am Attersee.

1902 porträtierte Klimt sie in einem heute bekannten Gemälde.

Die Landschaftsgemälde Gustav Klimts

Obwohl Klimt vor allem mit Porträts und Figurenbildern verbunden wird, bilden Landschaften einen wichtigen Teil seines Gesamtwerks.

Viele dieser Bilder entstanden während seiner sommerlichen Aufenthalte am Attersee.

Typische Merkmale sind:

  • häufig quadratische Formate
  • dicht strukturierte Bildflächen
  • eine geringe räumliche Tiefenwirkung
  • dekorativ aufgefasste Pflanzenwelt
  • eine intensive Auseinandersetzung mit Licht und Farbe

In vielen dieser Landschaften fehlen menschliche Figuren vollkommen.

Damit bilden sie einen deutlichen Gegenpol zu seinen oftmals stark von Sinnlichkeit und Erotik geprägten Figurenkompositionen.

Welche Symbolik steckt in Klimts Bildern?

In Klimts Werk begegnen immer wieder bestimmte Formen, Muster und symbolisch deutbare Elemente.

Allerdings lässt sich nicht jedem Ornament eine eindeutig festgelegte Bedeutung zuweisen.

Viele Lesarten beruhen deshalb auf kunsthistorischer Interpretation und stellen keine ausdrücklich überlieferten Aussagen des Künstlers dar.

Spiralen

Spiralförmige Elemente werden unter anderem mit Wachstum, Bewegung oder einem fortdauernden Kreislauf des Lebens verbunden.

Besonders prominent erscheinen sie im Lebensbaum des Stoclet-Frieses.

Geometrische Elemente

Rechtecke und andere kantige Formen finden sich in zahlreichen Werken Klimts.

In einigen kunsthistorischen Deutungen werden solche geometrischen Elemente mit männlichen Figuren verknüpft.

Organische, florale und runde Formen werden dagegen häufiger mit weiblichen Figuren in Zusammenhang gebracht.

Pflanzen und Blumen

Florale Motive erscheinen sowohl in Klimts Landschaftsgemälden als auch in zahlreichen Figurenbildern.

Sie können beispielsweise mit Natur, Schönheit, Wachstum, Leben oder Vergänglichkeit assoziiert werden.

Gold

Gold vermittelt in Klimts Bildern häufig den Eindruck von Kostbarkeit und Zeitlosigkeit und schafft zugleich Abstand zur gewöhnlichen Alltagswelt.

Die Wirkung erinnert zudem an religiöse Ikonen und die goldglänzenden Oberflächen byzantinischer Mosaiken.

Erotik im Werk Gustav Klimts

Erotische Motive gehören zu den wiederkehrenden Themen in Klimts Kunst.

Vor allem in seinen Zeichnungen erscheinen häufig unbekleidete Frauen in privaten, intimen oder sinnlich aufgeladenen Situationen.

Für das Publikum seiner Zeit konnten solche Darstellungen durchaus provokant wirken.

Auch verschiedene öffentliche Aufträge Klimts waren von Kontroversen begleitet.

Die Kontroverse um die Fakultätsbilder

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Klimt beauftragt, mehrere Werke für die Universität Wien zu gestalten.

Die Gemälde sollten die Fakultäten Philosophie, Medizin und Jurisprudenz repräsentieren.

Klimts Entwürfe entsprachen jedoch keineswegs den damals üblichen Vorstellungen repräsentativer Universitätskunst.

Anstelle einer eindeutigen Feier von Fortschritt, Wissenschaft und Vernunft entwarf er komplexe, symbolische, teils düstere und erotisch geprägte Szenen.

Die Reaktionen darauf waren äußerst kritisch.

Schließlich zog sich Klimt aus dem Auftrag zurück und nahm anschließend zunehmend Abstand von großen staatlichen Aufträgen.

Die Fakultätsbilder sind heute größtenteils nicht mehr erhalten. Sie wurden während des Zweiten Weltkriegs zerstört.

Wie arbeitete Gustav Klimt?

Viele seiner Gemälde bereitete Klimt mit großer Sorgfalt vor.

Zeichnungen spielten dabei eine wesentliche Rolle.

Er fertigte zahlreiche Studien zu Körperhaltungen, Händen, Gesichtern und vollständigen Figuren an.

Mehrere Tausend seiner Zeichnungen sind erhalten oder dokumentiert.

Materialien und Techniken

Neben klassischer Ölmalerei experimentierte Klimt vor allem in seiner Goldenen Phase intensiv mit dekorativen Materialien und besonderen Oberflächeneffekten.

Goldene Partien konnten beispielsweise mit Blattgold und anderen metallisch wirkenden Materialien geschaffen werden.

Dadurch erhalten einige seiner Gemälde eine Wirkung, die Malerei, Mosaik und kostbares Schmuckobjekt miteinander verbindet.

Gustav Klimt am Attersee

Viele Sommer verbrachte Klimt am Attersee im heutigen Oberösterreich.

Die Landschaft wurde zu einem wichtigen Rückzugsort abseits des Wiener Stadtlebens.

Während dieser Aufenthalte entstanden zahlreiche Landschaftsgemälde.

Klimt widmete sich dort Motiven wie Gärten, Wäldern, Obstbäumen und der Wasseroberfläche des Sees.

Diese Bilder zeigen eine deutlich andere Facette seiner künstlerischen Arbeit.

Während die Wiener Porträts häufig eng mit dem gesellschaftlichen Leben der Großstadt verbunden sind, erscheinen seine Landschaften stiller und stärker auf die Beobachtung der Natur konzentriert.

Wo lassen sich Klimts Originale heute sehen?

Wer Originalwerke Gustav Klimts sehen möchte, findet besonders viele bedeutende Arbeiten in Wien.

Belvedere Wien

Das Belvedere beherbergt eine der wichtigsten Sammlungen von Werken Gustav Klimts.

Hier befindet sich unter anderem sein weltberühmtes Gemälde „Der Kuss“.

Wiener Secession

Im Secessionsgebäude in Wien ist heute der Beethovenfries zu sehen.

Er zählt zu den wichtigsten erhaltenen monumentalen Werken Gustav Klimts.

Leopold Museum

Auch das Leopold Museum besitzt Werke und Zeichnungen aus der Wiener Moderne und vermittelt zugleich einen umfassenden Eindruck vom künstlerischen Umfeld, in dem Klimt tätig war.

Wien Museum

Im Wien Museum befinden sich ebenfalls wichtige Werke und historische Dokumente zur Kultur und Kunst des Wien um 1900.

Neue Galerie New York

Das berühmte Porträt „Adele Bloch-Bauer I“ gehört heute zur Sammlung der Neuen Galerie in New York.

Auf den Spuren Gustav Klimts in Wien

Wien bleibt bis heute der wichtigste Ort, um sich mit Klimts Leben und seinem künstlerischen Umfeld auseinanderzusetzen.

Neben den großen Museen existieren zahlreiche historische Orte, die unmittelbar mit seiner Biografie verbunden sind.

Dazu zählen beispielsweise:

  • das Belvedere
  • die Wiener Secession
  • das Kunsthistorische Museum
  • das Burgtheater
  • die Klimt Villa
  • der Hietzinger Friedhof

Darüber hinaus geben viele Bauwerke und Museen der Wiener Moderne bis heute Einblick in das kulturelle Umfeld, das Klimts Arbeit prägte.

Der Tod Gustav Klimts

Gustav Klimt starb am 6. Februar 1918 im Alter von 55 Jahren in Wien.

Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Hietzinger Friedhof.

Das Jahr 1918 gilt zugleich als markanter Einschnitt in der Geschichte der Wiener Moderne.

Neben Klimt starben in diesem Jahr unter anderem auch Egon Schiele, Otto Wagner und Koloman Moser.

Wie Gustav Klimt andere Künstler beeinflusste

Klimts Werk prägte die Entwicklung der Wiener Moderne nachhaltig.

Besonders deutlich lassen sich Verbindungen zu jüngeren Künstlern wie Egon Schiele erkennen.

Auch die enge Verzahnung von Kunst, Mode, Architektur und Design, die für das Wien der Jahrhundertwende charakteristisch war, wurde von Klimt und seinem Umfeld wesentlich mitgestaltet.

Seine dekorativen Flächen und ornamentalen Kompositionen wirken bis heute auf zahlreiche Bereiche:

  • Grafikdesign
  • Illustration
  • Mode
  • Schmuckdesign
  • Innenarchitektur
  • Fotografie
  • Werbung
  • Popkultur

Gustav Klimt auf dem Kunstmarkt

Originalwerke von Gustav Klimt zählen heute zu den begehrten Arbeiten des internationalen Kunstmarktes.

Vor allem bedeutende Porträts erzielen außergewöhnlich hohe Verkaufspreise.

Wie hoch ein einzelnes Werk bewertet wird, hängt jedoch unter anderem von Motiv, Entstehungszeit, Provenienz, Erhaltungszustand und kunsthistorischer Bedeutung ab.

Entsprechend wichtig ist neben der wirtschaftlichen Bewertung auch die Provenienzforschung.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden zahlreiche Kunstwerke aus österreichischem und deutschem Besitz beschlagnahmt, unter Zwang verkauft oder ihren rechtmäßigen Eigentümern entzogen.

Die Geschichte von „Adele Bloch-Bauer I“ gehört zu den bekanntesten internationalen Beispielen für spätere Restitutionsverfahren.

Warum faszinieren Klimts Bilder bis heute?

Für die anhaltende Popularität Gustav Klimts gibt es verschiedene Gründe.

Seine Bildsprache besitzt einen außergewöhnlich hohen Wiedererkennungswert.

Goldene Flächen, üppige Ornamente und intensive Muster verleihen seinen Werken eine dekorative Qualität, die auch Menschen anspricht, die sich nicht regelmäßig mit Kunstgeschichte beschäftigen.

Zugleich behandeln viele seiner Werke zeitlose menschliche Themen:

  • Liebe
  • Sexualität
  • Schönheit
  • Geburt
  • Leben
  • Tod
  • Vergänglichkeit
  • Nähe
  • Einsamkeit

Gerade deshalb können viele seiner Bilder trotz ihres historischen Entstehungskontexts bis heute überraschend gegenwärtig wirken.

Fünf Werke von Gustav Klimt, die man kennen sollte

Wer einen ersten Einstieg in Klimts Werk sucht, kann sich beispielsweise mit fünf besonders bekannten Arbeiten beschäftigen.

1. Der Kuss

Ein Schlüsselwerk der Goldenen Phase und ein besonders prägnantes Beispiel für Klimts Verbindung von Ornament, Symbolik und Erotik.

2. Adele Bloch-Bauer I

Eine zentrale Arbeit seiner Porträtkunst und zugleich eines der berühmtesten Beispiele für den Einsatz von Gold in Klimts Malerei.

3. Judith I

Ein wichtiges Gemälde, wenn man sich mit Klimts Darstellung weiblicher Macht, Sinnlichkeit und mythologisch-biblischer Themen beschäftigen möchte.

4. Beethovenfries

Das monumentale Werk zeigt besonders anschaulich die symbolistische Seite seines künstlerischen Schaffens.

5. Tod und Leben

Ein bedeutendes Beispiel für Klimts intensive Beschäftigung mit grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz.

Wissenswerte Fakten über Gustav Klimt

Nicht nur Klimts Kunst, sondern auch seine Persönlichkeit unterschied sich in vieler Hinsicht vom Bild eines mondänen Gesellschaftskünstlers.

Bei der Arbeit trug er häufig einen langen Malerkittel und legte offenbar wenig Wert auf eine aufwendige öffentliche Selbstdarstellung.

Obwohl viele seiner Auftraggeber aus wohlhabenden gesellschaftlichen Kreisen stammten, führte Klimt selbst ein vergleichsweise zurückgezogenes Leben.

Er zeichnete außerordentlich viel und hinterließ eine große Zahl an Studien und vorbereitenden Arbeiten.

Auch seine wiederkehrenden Sommeraufenthalte am Attersee waren ein fester Bestandteil seines Lebens.

Häufige Fragen zu Gustav Klimt

Wann wurde Gustav Klimt geboren?

Gustav Klimt wurde am 14. Juli 1862 geboren.

Wo kam Gustav Klimt zur Welt?

Sein Geburtsort war Baumgarten bei Wien, das heute zum Stadtgebiet der österreichischen Hauptstadt gehört.

Wann starb Gustav Klimt?

Gustav Klimt starb am 6. Februar 1918 in Wien.

Wie alt wurde Gustav Klimt?

Zum Zeitpunkt seines Todes war Klimt 55 Jahre alt.

Welcher Kunstrichtung wird Gustav Klimt zugerechnet?

Klimt wird insbesondere dem Wiener Jugendstil, der Wiener Moderne und dem Symbolismus zugeordnet.

Welches ist Gustav Klimts berühmtestes Gemälde?

Als sein bekanntestes Werk gilt „Der Kuss“, der in den Jahren 1907 und 1908 entstand.

Wo befindet sich „Der Kuss“?

Das Originalgemälde befindet sich heute im Belvedere in Wien.

Warum verwendete Klimt so häufig Gold?

Gold bot Klimt die Möglichkeit, besonders kostbar wirkende und nahezu zeitlose Flächen zu gestalten. Zu seinen Inspirationsquellen gehörte unter anderem die byzantinische Mosaikkunst.

War Gustav Klimt verheiratet?

Nein, Gustav Klimt heiratete nie.

Wer war Emilie Flöge?

Emilie Flöge war eine Wiener Modedesignerin und gehörte zu Klimts engsten Bezugspersonen. Die genaue Natur ihrer persönlichen Beziehung kann historisch nicht eindeutig geklärt werden.

Was bezeichnet man als Klimts Goldene Phase?

Mit Goldener Phase ist jene Schaffensperiode gemeint, in der Gustav Klimt goldene Materialien besonders intensiv in seine Gemälde einbezog. Einige seiner berühmtesten Arbeiten entstanden in dieser Zeit.

Wo liegt Gustav Klimt begraben?

Gustav Klimts Grab befindet sich auf dem Hietzinger Friedhof in Wien.

Dieser Text ist mit Unterstützung von KI aufbereitet & erstellt

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